
Vor der Abreise
Reisemedizin — gut vorbereitet unterwegs.
Malaria-Prophylaxe passend zu deinem Reiseziel und Medikation gegen Höhenkrankheit bei Trekking- oder Bergreisen — ärztlich geprüft und rechtzeitig vor dem Abflug.
- Malaria-Prophylaxe je nach Reiseziel, Reisedauer und Saison
- Acetazolamid zur Vorbeugung der Höhenkrankheit
- Rechtzeitig vor der Abreise klärbar
- Deutsche Ärzt:innen
- Diskreter Versand
- Vertraulich · DSGVO
Malaria-Prophylaxe
Abhängig vom Reiseziel, nicht pauschal.
Ob und welche medikamentöse Malaria-Prophylaxe sinnvoll ist, hängt vom konkreten Reiseland bzw. der Region, der Reisedauer, der Saison und der lokalen Resistenzlage ab. Für Regionen mit hohem Übertragungsrisiko wird in der Regel eine durchgehende Einnahme (Chemoprophylaxe) empfohlen, für Gebiete mit niedrigerem oder mittlerem Risiko oft nur ein Notfallmedikament zur Selbstbehandlung im Gepäck, und für große Teile der Welt ist gar keine medikamentöse Vorbeugung nötig. Bei mehreren Reisezielen, unklarer Route oder Aufenthalten in ausgewiesenen Hochrisikogebieten ist eine reisemedizinische Beratung in einer spezialisierten Praxis oder einem Tropeninstitut der sicherere Weg.
Drei Wirkstoffe zur Wahl
Atovaquon/Proguanil, Doxycyclin oder Mefloquin — je nach Situation.
Atovaquon/Proguanil eignet sich auch für kurzfristig gebuchte oder kurze Reisen: Einnahmebeginn 1-2 Tage vor Einreise ins Risikogebiet, während des Aufenthalts und noch 7 Tage danach. Mefloquin sollte dagegen bereits 2-3 Wochen vor Abreise begonnen werden, um die Verträglichkeit zu testen, und ist bei psychiatrischen Erkrankungen (auch in der Vorgeschichte) sowie bei Epilepsie nicht geeignet. Doxycyclin ist in der Schwangerschaft, Stillzeit und bei Kindern unter 8 Jahren kontraindiziert. Welches Präparat passt, hängt von Reiseziel, Vorerkrankungen und geplanter Reisedauer ab.
Höhenkrankheit
Acetazolamid als Vorbeugung bei schnellem Aufstieg.
Die Höhenkrankheit macht sich meist ab etwa 3.000 Metern bemerkbar, insbesondere wenn nicht ausreichend Zeit zur Akklimatisation bleibt. Acetazolamid kann bei Trekking- oder Bergreisen mit raschem Aufstieg vorbeugend eingesetzt werden — üblich ist der Beginn am Tag vor dem Aufstieg und die Fortführung über die folgenden Tage. Die beste Vorbeugung bleibt aber weiterhin eine langsame, schrittweise Akklimatisation; die Anwendung von Acetazolamid zu diesem Zweck ist in Deutschland ein Off-Label-Use.
Mögliche Anzeichen
Das können Hinweise sein.
- Höhenkrankheit beginnt meist mit Kopfschmerzen, allgemeiner Schwäche und unruhigem Schlaf
- Appetitlosigkeit, Übelkeit oder Erbrechen ab einer Höhe von etwa 3.000 Metern
- Fieber, Kopf-, Glieder- oder Muskelschmerzen nach Rückkehr aus einem Malaria-Risikogebiet
Wichtiger Hinweis
Fieber oder eine Vielzahl neu auftretender Symptome (Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, Durchfall) nach einem Aufenthalt in einem Malaria-Risikogebiet gehören umgehend in eine Praxis oder Notaufnahme mit Malaria-Diagnostik — auch wenn zuvor eine Prophylaxe eingenommen wurde und auch noch Monate nach der Rückkehr. Das lässt sich nicht per Online-Sprechstunde abklären. Ebenso sind Anzeichen eines Höhenhirn- oder Höhenlungenödems (z. B. zunehmende Verwirrtheit, Gangunsicherheit, Atemnot in Ruhe) ein akuter Notfall: sofortiger Abstieg und ärztliche Versorgung vor Ort, kein Medikament ersetzt das. Bekannte psychiatrische Vorerkrankungen (auch in der Vergangenheit), Epilepsie, eine bestehende Schwangerschaft oder eine schwere Nieren- bzw. Lebererkrankung schränken die Auswahl an Malariamitteln ein und sollten im Fragebogen unbedingt angegeben werden.
Quellen
- Leitlinie: Diagnostik und Therapie der Malaria (Version 30.08.2025) — Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin, Reisemedizin und Globale Gesundheit e.V. (DTG), AWMF-Register-Nr. 042-001
- Länderinformationen zur Malariaprophylaxe — Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin, Reisemedizin und Globale Gesundheit e.V. (DTG)
- Medikamente zur Malariaprophylaxe — Übersicht — Deutsche Gesellschaft für Tropenmedizin, Reisemedizin und Globale Gesundheit e.V. (DTG)
- Rote-Hand-Brief zu Lariam (Mefloquin): Neuropsychiatrische Risiken und neue Kontraindikationen — Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM)
- Malarone Filmtabletten — Fachinformation — GlaxoSmithKline GmbH & Co. KG (fachinfo.de / Rote Liste Service GmbH)
- Prophylaxe der Höhenkrankheit mit Acetazolamid (Diamox) — Arzneiverordnung in der Praxis (AVP), Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (akdae)
Gut vorbereitet unterwegs
Die passende Prophylaxe richtet sich nach deinem Reiseziel — nicht nach einer Standardempfehlung.
Malaria zählt weiterhin zu den bedeutendsten importierten Infektionskrankheiten bei Reiserückkehrern nach Deutschland. Die Verbreitung konzentriert sich auf tropische und einige subtropische Regionen, wobei sich das Risiko von Land zu Land und teils von Region zu Region stark unterscheidet. Im Fragebogen geht es deshalb nicht nur um das Reiseland als Ganzes, sondern um Reiseroute, Reisedauer, Jahreszeit und geplante Unterkunft — erst daraus lässt sich ableiten, ob überhaupt eine medikamentöse Vorbeugung sinnvoll ist und welcher der drei gängigen Wirkstoffe infrage kommt. Bei komplexen Reisen mit mehreren Zielländern oder Aufenthalten in ausgewiesenen Hochrisikogebieten ist eine persönliche reisemedizinische Beratung die gründlichere Wahl.
Höhenkrankheit ist demgegenüber ein klar abgrenzbares zweites Thema: Sie betrifft vor allem Trekking- und Bergreisen mit schnellem Aufstieg in Höhen ab etwa 2.500 bis 3.000 Metern, unabhängig vom Trainingszustand. Acetazolamid kann hier vorbeugend helfen, ersetzt aber nicht eine angemessene Aufstiegsgeschwindigkeit. Für Reisedurchfall — ebenfalls ein häufiges Thema vor Fernreisen — findest du bei uns eine eigene, ausführliche Seite.
Häufig gefragt
Wenn du nur eine Frage hast — sie steht wahrscheinlich hier.
Brauche ich für jedes Reiseland eine Malaria-Prophylaxe?+
Nein. Ob eine medikamentöse Vorbeugung, nur ein Notfallmedikament für unterwegs oder gar keine Prophylaxe sinnvoll ist, hängt vom konkreten Reiseziel, der Region, der Saison und der Reisedauer ab. Das prüfen wir anhand deiner Angaben im Fragebogen.
Welches Medikament passt zu mir?+
Das hängt von deinem Reiseziel, deinen Vorerkrankungen und der Reisedauer ab. Atovaquon/Proguanil eignet sich auch kurzfristig, Mefloquin sollte schon einige Wochen vorher begonnen werden und ist bei psychiatrischen Vorerkrankungen oder Epilepsie nicht geeignet, Doxycyclin ist in Schwangerschaft und Stillzeit sowie bei jüngeren Kindern kontraindiziert.
Wie früh vor der Reise sollte ich das klären?+
Für Mefloquin idealerweise 2-3 Wochen vorher, damit die Verträglichkeit getestet werden kann. Bei Atovaquon/Proguanil reicht in der Regel auch eine kurzfristige Klärung wenige Tage vor Abreise.
Was gilt bei mehreren Reisezielen oder Hochrisikogebieten?+
Bei komplexen Routen mit mehreren Ländern oder Aufenthalten in ausgewiesenen Hochrisikogebieten empfehlen wir zusätzlich eine reisemedizinische Beratung in einer spezialisierten Praxis oder einem Tropeninstitut vor Ort.
Was, wenn ich in große Höhen reise?+
Bei Trekking- oder Bergreisen mit schnellem Aufstieg ab etwa 2.500 bis 3.000 Metern kann Acetazolamid zur Vorbeugung sinnvoll sein — das besprechen wir im Fragebogen. Die beste Vorbeugung bleibt aber ein langsamer, schrittweiser Aufstieg.
Was, wenn ich nach der Reise Fieber bekomme?+
Fieber nach einem Aufenthalt in einem Malaria-Gebiet gehört immer umgehend in eine Praxis oder Notaufnahme mit Malaria-Diagnostik — auch wenn du eine Prophylaxe eingenommen hast. Das lässt sich nicht online abklären.
Bald im Flieger?
Fragebogen mit Reiseziel, Reisedauer und Vorerkrankungen ausfüllen — der Arzt prüft die passende Prophylaxe.
Bald wieder erhältlich